Wie stark bestimmt Religion die öffentliche Meinungsbildung?

Einen Vorgeschmack auf das vielfältige Programm vom missionarischen Gemeindekongress DYNAMISSIO erhalten Sie durch Kurz-Interviews mit verschiedenen Kongress-Akteuren. Ein Interview mit den Journalisten Dr. Claudia Becker und Christoph Irion. Ihr Thema im Forum POLITIK + KULTUR (FPK13): »Wie stark bestimmt Religion die öffentliche Meinungsbildung?«.


Was reizt Sie an Ihrem Thema „Wie stark bestimmt Religion die öffentliche Meinungsbildung“ besonders?

Christoph Irion: Unsere Welt ist voller Widersprüche. Die Menschen sehnen sich nach Frieden, nach Versöhnung, nach Liebe und heilen Beziehungen. Zugleich erleben wir immer mehr Hass, Ausgrenzung, Misstrauen und tiefe Verunsicherung. In öffentlichen Debatten spielt Religion eine untergeordnete oder sogar negative Rolle. Dabei hat zum Beispiel Jesus – etwa in der Bergpredigt – faszinierende ethische Maßstäbe formuliert. Wir finden, das ist relevant. Gerade heute.

Was können die Teilnehmenden Ihres Seminars mitnehmen?

Dr. Claudia Becker: Uns interessiert nicht allein die Bestandsaufnahme: Wie tickt unsere Gesellschaft? Was bedeutet Religion heute? Wir wollen vor allem die Frage stellen: Wie können sich Kirche und Gemeinden erneuern? Was ist unser konstruktiver Beitrag für den sozialen Frieden in unserem Land? Hier sollen die Teilnehmenden Impulse mitnehmen – aber sie sollen auch etwas mitbringen: Uns interessieren positive Erfahrungen und Ideen für Initiativen, die erfrischend anders sind, die anstecken und die Lust machen auf Neues. Übrigens gab es ähnliche Herausforderungen auch früher schon.

Was meinen Sie damit genau?

Dr. Claudia Becker: Die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts bis zum Ende der Nazi-Zeit waren mindestens so turbulent wie unsere Zeit. Theologie und Gemeinden waren extrem herausgefordert. Wie wir wissen, ist Kirche damals erheblich gescheitert. Aber es gab auch ermutigende Ansätze. Davon können wir heute lernen.

Welche Hoffnung verbinden Sie mit DYNAMISSIO?

Christoph Irion: Spannend ist, dass dieser missionarische Gemeindekongress nicht für eine bestimmte theologische Richtung steht, sondern für Vielfalt, Austausch, für Miteinander statt Gegeneinander. Das macht wirklich Hoffnung. Denn Mission hat dann Strahlkraft und Zukunft, wenn sie getragen wird von gegenseitigem Respekt – insbesondere auch gegenüber Anhängern anderer Anschauungen und Religionen.


Zu den Personen

Dr. Claudia Becker, Historikerin, Redakteurin, Die Welt

Dr. Claudia Becker Historikerin, Redakteurin, Die Welt

Ihr Thema im Forum POLITIK + KULTUR (FPK13):
»Wie stark bestimmt Religion die öffentliche Meinungsbildung?«

 

Christoph Irion, Politologe, Journalist, Christlicher Medienverbund KEP, Wetzlar

Christoph Irion Politologe, Journalist, Christlicher Medienverbund KEP, Wetzlar

Sein Thema im Forum POLITIK + KULTUR (FPK13):
»Wie stark bestimmt Religion die öffentliche Meinungsbildung?«

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